Getriebe im ausgebauten Zustand prüfen !

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Getriebe im ausgebauten Zustand prüfen !

Beitrag von EMW1954 » 4. März 2009, 14:56

Natürlich nur eine Grobe Prüfung...wie es im Betrieb funktioniert kann man vorher nie 100 sagen!

Naja ich gucke mir oft erstmal die Haupteingangswelle an, wenn das Getriebe ungeöffnet ist , kann man schon viel am Spiel der Welle sagen...den umso mehr umso schlechter war es bisher bei mir!
Und dann am Sitz der Lagerbolzen der Getriebwelle und Schaltwelle...hatte mal ein Getriebe da war der Lagerbolzen für die Hauptwelle locker...naja der Zustand vom Getriebe.....eher :cry: !


Naja und sonst macht es sich gut zu zweit, in dem einer das Getriebe festhält und an der Ausgangswelle dreht und jemand anderes Stück für Stück durchschaltet...wenn alles ok ist...müsste es sich sauber schalten lassen....natürlich macht altes Öl schon manchmal einen Strich durch die Rechnung!
Oder man nimmt halt mal den Deckel ab, und da ist ja am Zustand der Schiebestücke und Schaltklauen alles erkennbar!

Gruß
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Beitrag von Gobi » 4. März 2009, 17:57

Hast Du eine Idee, ob man das bekannte Rausspringen des 3. Ganges an irgendeinem Verschleiß erkennen kann?Oder kommen wir schon in den Bereich von Kaffesatzlesen?
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Beitrag von Andrebiker » 5. März 2009, 06:22

Das erkennt man an der Schaltklauen am Losrad. Eigentlich snd die hinterschliffen und ziemlich eckig. Wenn dort nur noch Berge mit großen Radien zu sehen sind, halten die Klauen nicht mehr in den Muffen.
Oder anders, wenn ein deutlicher Unterschied zwischen den Klauen des 3. Losrades und denen der anderen beiden sichtbar ist, besser nicht einbauen.
Gruß, André
Unsere Motorräder laufen nun schon 65 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Beitrag von Gobi » 5. März 2009, 09:16

Bitte noch mal für Doofe mit Teilenummer :roll:

Bild
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Tosch
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Beitrag von Tosch » 5. März 2009, 11:48

André meint die Teile Nr. 11, 12, 15, 18, 21 auf Tafel 9 (nächste Seite). Also eigentlich alle Räder auf der Hauptwelle. Die verschiebaren (Nicht-Zahn-)Räder (Teil 15 und 21) haben Löcher, die festen Zahnräder (11,12,18) haben Klauen. Wenn die und die Flanken der Löcher rundgenuckelt sind, drückt die übertragene Last das jeweils aktive Schieberad weg vom in Eingriff befindlichen Zahnrad --> Gang springt raus. Durch den org. Hinterschliff soll es sich im Gegenteil fest am Zahnrad anlegen.

Bild

Außerdem sollten noch die Schaltgabeln (Teil 1 und 2 auf Deiner Seite (Tafel 8) auf Abnutz überprüft werden, außerdem die Kerben in Teil 8a bzw. deren Gegenstück (Teil 10). Die Feder von Teil 10 (die fehlt komischerweise auf Tafel 8), die sich oben am Deckel abstützt, darf auch nicht zu schwach sein.

Gruß
Tosch

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Beitrag von SLAGDER » 5. März 2009, 16:24

Oft hat die Klinke im Zahnsegment 8 nicht richtg gepaßt und es hat sich einseitig abgenutzt.
Zum Testen und gucken anstelle vom Getriebedeckel eine Brücke aus Flacheisen anfertigen, eventuell eine Schraube zum Verstellen des Federdruckes einbringen. Zu lasche und zu straffe Feder geht nicht.

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Beitrag von rostlaube » 6. März 2009, 09:33

Ah, das war gut, ich sehe langsam durch.
dranbleiben

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Beitrag von Gobi » 6. März 2009, 10:03

:top: ja, sehr gutes Thema!! das muss ich mir allerdings mal ausdrucken und mich vors Getriebe setzen!
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Beitrag von EMW1954 » 6. März 2009, 12:15

Also die Schaltklauen verschleißen an den Führungsstücken!
Links im Bild eine die Schrott ist.....zu sehen auch am Verschleiß an der Klaue selbst !

Rechts ist die Bessere, da steht das Führungssück hervor, bei neuen Schalklauen ca 1 - 2 mm!
Diese sind beidseitig auf den Schalklauen, also auch auf der Rückseite!
Bild

Und so sehen die Mitnehmer am Ritzel aus, im Bild noch relativ gut...aber habe schon welche gesehen, da sind die Ecken(Pfeile) der "Verzahnung" zu einer Runden Kugel geworden!

Bild
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Beitrag von Tosch » 6. März 2009, 12:17

So sieht z.B. Verschleiß an Teil 8a aus:

Bild

und hier die Verzahnung des 4.-Gang-Rades:

Bild


Gruß
Tosch

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Beitrag von rostlaube » 8. März 2009, 19:38

@Tosch: :top: , das hilft wirtschaften. Wie es aussieht, kann ich mein Getriebe ruhig mal einbauen. Gruß und danke für Deine Arbeit!!!
dranbleiben

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Beitrag von Gobi » 8. März 2009, 21:53

Bestes Thema seit langem!
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Beitrag von Killerniete » 10. März 2009, 17:25

Bevor die Innereien geprüft werden, sollte auch mal ein Blick auf die Unterseite gemacht werden.
Als da wären : Loser Anschlag des Kickstartersegment´s :arrow: Viel Ölsiff an den Durchgangsbohrungen, mit den Folgen Karies an den Kegelrädern.
Gewinde Ablass sollte auch schick sein.
Abtriebswelle - dort sollte noch die kugelförmige Führung erkennbar sein.
Sonst schließe ich mich den vorherigen an.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

Grüße aus dem Reservat
"Muskauer Heide"

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Re: Getriebe im ausgebauten Zustand prüfen !

Beitrag von Meldingen » 30. Juni 2011, 16:51

Ich habe folgende Frage bzw Problem zum Getriebe:

ein paar Zahnräder sind bei mir verschlissen. Wo kann ich neue Zahnräder kaufen bzw bestellen?

Gruß Meldingen

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Re: Getriebe im ausgebauten Zustand prüfen !

Beitrag von oldiMike » 30. Juni 2011, 18:15

www.oldi-tuning.de Mike Jokisch hat eigentlich vieles. Frag Ihn mal
Motorräder werden"Angetreten"und nicht gedrückt!

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