Awtowelo BMW R-35 in Sibirien

Pleiten, Pech und Pannen. Misslungene Nachbauteile + alles, was nichts mit der R35 zu tun hat.
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cs_joker7
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Beitrag von cs_joker7 » 3. August 2007, 20:58

Waaahnsinn.... :snif:
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Rottitommi

EMW in Sibirien

Beitrag von Rottitommi » 4. August 2007, 19:12

Nabend!
So! Da ham wirs! Selbst wenn man hier in Deutschland an solche Raritäten einigermaßen günstig herankommen würde und sie in den orginal Zustand versetzen würde, wäre bei der orginalen Symbolik und waffentechnischer Ausrüstung der Spaß vorbei. Anscheinend arbeiten andere Länder die deutsche Geschichte problemloser auf, als wir selbst. R75 mit MG 43 im Orginalzustand!! Pha! Hier in Germanien nie!! Eigentlich jammerschade.
Auch vom Thomas an Michail die besten Grüße! Und alle Achtung für solch handwerkliches Geschick.
Tschüss Thomas

PANZERgeist
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Beitrag von PANZERgeist » 5. August 2007, 22:16

bei der BMW R75 hat er leider nur ein russisches beiwagenboot dran...!!!

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Andrebiker
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Re: EMW in Sibirien

Beitrag von Andrebiker » 6. August 2007, 06:54

Rottitommi hat geschrieben:... R75 mit MG 43 im Orginalzustand!! Pha! Hier in Germanien nie!! Eigentlich jammerschade...Tschüss Thomas
Die R 75 hat ein MG 34 drauf; die KS 750 ein MG 42. Ein MG 43 ist mir nicht bekannt ;-) .
Auch bei uns darf man mittlerweile mit den - unbrauchbar gemachten - MGs herumfahren. Ich vermisse die Dinger allerdings nicht unbedingt :| . Bei aller Liebe zur interessanten Technik, ob nun das sperrbare Differential für den Seitenwagenantrieb oder die faszinierende Frequenz von 25 Schuß pro Minute bei der "Säge", ich finde die Militärfahrzeuge bei Oldtimertreffen völlig deplaziert. Immerhin kann man sich mal vor Augen halten, wie viele schöne Zivilmaschinen erst requiriert und dann verheizt wurden :snif: , nur weil die Großen wegen ihrer Machtansprüche die Kleinen aufeinander hetzen :kotz: , die sich gar nichts tun wollen und lieber Benzingespräche führen und einen heben :prost: würden.
Unsere Motorräder laufen nun schon 60 Jahre, trotz so angeblich untragbarer Dinge wie Kontaktzündung und mechanischer Regler. Oder vielleicht gerade deshalb?

PS: Ich danke allen, die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.

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Beitrag von rostlaube » 6. August 2007, 12:17

@ andrebiker: Ich habe mit dem Zeug auch nicht viel am Hut. Ich muss immer gleich daran denken , wieviel Scheiße damit angerichtet wurde (manchmal sogar 25 mal/Minute).
dranbleiben

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jump
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Beitrag von jump » 6. August 2007, 17:02

ich möchte mich dem anschließen. wenn ich zu einem oldi-treffen massenhaft hochdekorierte uniformen aus der ehemaligen udssr & ddr sehe und zur ausfahrt etliche km durch wohngebiete die korrekte militärische grußerweisung praktiziert wird, komme ich mir mindestens vor wie beim karneval. da habe ich einfach zu schlechte erinnerungen.
das gehört da irgendwie nicht hin. es kommt ja auch keiner auf die idee dort mit einem bmw r71 gespann zu erscheinen und den hitlergruß zu proben. nun mag mancher sagen "das ist ja auch verboten" klar ist es das, aber mit russischen uniformen rumzulaufen halte ich für ähnlich scheiße. dafür gibt es andere veranstaltungen wie z.b. in dolle.
so, das wollte ich schon immer mal loswerden. wird sicher nichts ändern - aber jetzt gehts mir besser.
gruß
jump

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Paul R 35
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Beitrag von Paul R 35 » 12. August 2007, 11:37

PANZERgeist hat geschrieben:bei der BMW R75 hat er leider nur ein russisches beiwagenboot dran...!!!
Das stimmt, aber wie Michail schreibt ist dieses Foto bereits zwei Jahre alt. Das Ural Boot war nur provisorisch montiert, weil das originale noch in Arbeit war und man doch so sehr sehen wollte wie die Maschine im Ganzen aussehen würde.
Am originalen Boot ist sogar noch das Typenschild dran:

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Beitrag von Paul R 35 » 12. August 2007, 11:59

Hier noch ein Paar Schätzchen aus Michails Sammlung:

BMW R-4, Bj. 1936:


Bild

Eine russische L-300 "Roter Oktober" Bj.1937, mit DKW Wurzeln.
Es ist die einzige Maschine in seiner Sammlung, die er in 100% originalen und kompletten Zstand erworben hat. Sie hat noch die originalen Reifen und Glühlampen:

Bild[/list]

Und eine EMW R-35-3 hat er auch. Sie ist noch nicht restauiert, weil er zur Zeit noch an einer BMW R-71 arbeitet.:

Bild

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Beitrag von PANZERgeist » 12. August 2007, 12:04

rostlaube hat geschrieben:@ andrebiker: Ich habe mit dem Zeug auch nicht viel am Hut. Ich muss immer gleich daran denken , wieviel Scheiße damit angerichtet wurde (manchmal sogar 25 mal/Minute).
hallo,MG34,welches auf den maschinen der kradschützen vom typ BMW R75 und ZÜNDAPP KS750 mitgeführt wurden,hatten eine schußfolge von 900 Schuß/min.MG42,die berüchtigte "Hitlersäge",welches nicht auf diese kräder gehört,hatte sogar eine schußfolge von1200-1500 Schuß/min.die differenz von 300 schuß erklärt sich dadurch,daß nach einer gewissen schußabgabe der heißgeschossene lauf blitzartig gewechselt werden mußte.das fliegerkorn gehört auch nicht an ein MG34 für krad,da diese MGs für fliegerabwehr auf dreibeinstativ standen.auf dem beiwagenboot aufgebaut macht ein MG34 mit fliegerkorn sehr wenig sinn.sieht aber sehr dekorativ aus...!!!mit MGgruß PANZERgeist! PS im übrigen sollte man schon zu der deutschen geschichte stehen,allerdings hat man in D sehr große probleme damit,über welche ich hier nicht reden möchte...!!!das mit der geschichte (gewollt/bewußt oder auch ungewollt/bewußt) viel unsinn getrieben wird,steht ausser frage.aber bitte nicht alle über einen kamm scheren (eines der großen probleme hier)KRIEG IST IMMER GROßE SCHEIßE,egal ob früher oder heute!!!

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Beitrag von Paul R 35 » 12. August 2007, 12:56

PANZERgeist hat geschrieben:KRIEG IST IMMER GROßE SCHEIßE,egal ob früher oder heute!!!
Da stimme ich Dir zu.

Was die Aufarbeitung der Geschichte betrifft, in Russland, finden (oft zum Siegesfest am 8-9 Mai.) "Schaukämpfe" statt, da werden Schlachten aus dem zweiten Weltkrieg nachgespielt. In Moskau gibt es sogar einen Cliub "Infanterie Regiment 22", dabei geht es um ein Wehrmachtreigiment. Es geht dabei nicht um die Verherrlichung der Wehrmacht, es rennt im Alltag auch keiner in der Uniform rum.

Michail nimmt auch an solchen "Schlachten" als Wehrmachtsoldat teil.

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icwiener
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Beitrag von icwiener » 21. August 2007, 22:35

Also wenn das MG42 wirklich nur 25 Schuß in der Minute gehabt hätte, dann hätten wir den Krieg schneller verloren... Panzergeist hat natürlich recht. Aufgrund des (zu) schnell heiß werdenen Laufes wurde ja das daraus entstandene MG3 der Bundeswehr ja "runtergetunt" auf 1200 Schuß pro Minute.

By the way: Weiß jemand, was fürn MG auf meine K750 original raufgehört? Die hat die Halterung auf dem Boot ab Werk, auch für Kanister Munikiste usw.. Leider konnte ich noch keine Infos über die korrekte Bestückung finden, nur für M72, aber da ist vieles anders.

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bergth
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Beitrag von bergth » 22. August 2007, 07:03

hallo
kann mir mal jemand sagen welchen technischen zweck die überstehende achse am vorderrad der zündapp in fahrtrichtung links eigentlich hat?
vg thomas
...unterwegs im Namen des Herrn!

Rottitommi

R 35 in Sibirien

Beitrag von Rottitommi » 23. August 2007, 11:01

Moin!
Nen alter "Haase" wollte mir mal erzählen, dass sich im schweren Gelände dort jemand drauf gestellt hat, um dem Krad noch zusätzlich Gewicht zu verleihen. Kann ich mir aber so nicht vorstellen, weil nämlich! Der Fahrer dann nüscht mehr sieht und außerdem würde ich Angst um mein "Gemüse" haben, weil so ein Kontakt mit dem Kennzeichen sehr schmerzhaft sein dürfte.
Also Spezis! Hier ist Klärungsbedarf!! :mrgreen:
Tschüss Thomas

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Re: R 35 in Sibirien

Beitrag von PANZERgeist » 23. August 2007, 19:51

der alte hase hatte recht,die dinger sind wirklich dazu da und wenn du schon mal einen steilen berg hochgefahren bist...die verlängerungen benötigt man,das krad hat wirklich das bestreben vorn hochzukommen.man braucht nur kein loch am ende des berges,wo man schön vorn runterfallen kann...ist mir passiert,gemüse hats überlebt,kennzeichen war krumm,aber mein bein nicht.höllische brandwunde.da kommt nämlich der heiße auspuffsammler,wenn man halb unter dem krad liegt und nicht mehr weg kann....!!!!

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Re: R 35 in Sibirien

Beitrag von Paul R 35 » 25. August 2007, 12:01

An diesen Dingern wird die Maschine bei einer Reifenpanne von Helfern auch hochgehoben, der Schutzblechbügel wird hinten gelöst und als Ständer runtergeklappt. Danach kann man bequem das Rad demontieren.

Diese Bemerkung kommt von Michail.

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