Nockenwelle neues Lager / Drehschieber°

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Nockenwelle neues Lager / Drehschieber°

Beitrag von SLAGDER » 12. September 2007, 11:48

Ich hab da mal eine Frage. Ich habe für die Nockenwelle ein neues Gleitlager angefertigt(Steuerradseitig) Nach schleifen der Nockenwelle ist nun der Innendurchmesser kleiner geworden und geht nicht mehr über den Drehschieber. Gibt es eine Angabe über das Einbauspiel für den Drehschieber, oder ist es unwesentlich und er dient nur dem Luftwechsel?

Gruß SLAGDER

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Beitrag von Killerniete » 12. September 2007, 13:07

Der Drehschieber sollte nicht runtergeschliffen werden da dann die Funktion dessen gestört wird und sich zuviel Druck im Kurbelgehäuse aufgebaut wird. Die Steuerzeiten des Drehschiebers sind so gewählt das ein Unterdruck im K-Gehäuse entsteht. Das heisst nur wenn der Kolben runterfährt öffnet dieser.
Alternativ könntest du die Büchse auf die Nockenwelle schieben das Nockenwellenrad aufschrumpfen und alles zusammen ins Gehäuse einpressen. Dazu die Lage vorher markieren.
Dafür sollte die Büchse allerdings fertiggedreht sein so das die Lagerung nicht klemmt.
Zum anderen wird bei zu weitem Runterschleifen des Lagerzapfens die gehärtete Oberfläche mit runtergeschliffen.
Deswegen ist Aufchromen besser. :? :? :mrgreen: :mrgreen:
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

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"Muskauer Heide"

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Beitrag von SLAGDER » 13. September 2007, 09:34

Danke, Ziel erkannt. Hast du Hinweise was beim auseinanderziehen und aufschrumfen zu beachten ist? Kann man da etwas wärmen? Die Lage der Verzahnung zu den Nocken ist ja schon wichtig.

Gruß SLAGDER :lol:

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Beitrag von Killerniete » 13. September 2007, 13:33

Zum Abziehen am besten 3-Backenabzieher verwenden oder Presse.
Das Nockenwellenzahnrad ist auf der Welle mit einer Paßfeder gegen Verdrehen gesichert - daher ist die Lage eindeutig.
Zum Aufschrumpfen mach ich immer so heiß bis das aufgebrachte Öl zu dampfen anfängt - ca. 160°C.
Zum späteren Einstellen der Steuerzeiten sollte man sich nich zu sehr an den Pfeilen orientieren, da diese mitunter nicht so genau sind.
Besser wie in BA beschrieben : KW auf OT , Nockenwelle auf Ventilüberschneidung.
Als Pressmaß für die neue Büchse nehm ich ca 0,05 mm größer als alte Büchse . Dies maß mus dann bei der Lagerbohrung mit dazugerechnet werden.
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.

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Beitrag von SLAGDER » 21. September 2007, 08:06

Hallo und Danke! Ich muß dennoch einmal ansetzen. Der Drehschieber dient dem Druckausgleich im Kurbelgehäuse. Sicher soll sich besonders kein Überdruck aufbauen, der könnte sich auf die Dichtheit des Motors auswirken. Da stellt sich mir doch wieder die Frage, warum der Außendurchmesser des Drehschiebers so eine Rolle spielt.
Das Ritzel habe ich von der Nockenwelle abgezogen. Das Lager passt., jedoch bereitet es mir Unbehagen, wenn ich die ganze Sache eindrücke, dass etwas klemmt oder die Ölbohrungen nicht treffen. Auch wird es schwer alles mal wieder auszubauen. Also kurz um: Ich tue mich schwer. Gibt es noch Gedanken dazu?

Gruß SLAGDER :frank:

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Beitrag von Takin Treiber » 21. September 2007, 13:38

SLAGDER hat geschrieben: Der Drehschieber dient dem Druckausgleich im Kurbelgehäuse. Sicher soll sich besonders kein Überdruck aufbauen, der könnte sich auf die Dichtheit des Motors auswirken. Da stellt sich mir doch wieder die Frage, warum der Außendurchmesser des Drehschiebers so eine Rolle spielt.
der drehschieber wirkt ja als ventil. er soll abdichten, wenn der kolben nach oben zieht und dabei unterdruck aufbauen, und erst öffnen, wenn er wieder runtersaust, um den enstehenden überdruck über den kopf ins freie zu blasen. um das zu können, muß der schieber halt halbwegs paßgenau sitzen. da aber alles im öl schwimmt, kommt es hier aber nicht auf's letzte hundertstel an, im gegensatz zum lagerspiel, das den öldruck halten muß.
SLAGDER hat geschrieben: Das Lager passt., jedoch bereitet es mir Unbehagen, wenn ich die ganze Sache eindrücke, dass etwas klemmt oder die Ölbohrungen nicht treffen. Auch wird es schwer alles mal wieder auszubauen. Also kurz um: Ich tue mich schwer.
ja, das ist so. hundertstel zu messen ist halt eben mehr ne frage von gefühl und erfahrung, denn exakter maschinenbau. und so kann man es eigentlich nur falsch machen, beim ersten mal. mußt du durch, oder machen lassen. :|

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Re: Nockenwelle neues Lager / Drehschieber°

Beitrag von Bilgenkrebs » 2. Mai 2018, 08:27

ich hänge mich mal hier rein.
Nockenwellenlager wegen Verschleiss gewechselt, eine Firma gefunden die mir das Lager reibt. Nun meine Frage, wie vermeidet ihr dass Späne in die Bohrungen zum Kurbelwellenlager und zum Kopf gelangen. Das Lager hat ja auf der Aussenseite eine umlaufende Ölnut, wenn da was reingelangt hat man keine Chance zum Reinigen. Wie macht ihr das??
Gruss Bernd


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