Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

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Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von René » 2. Juli 2007, 16:01

Hallo!

laut der ersatzteilliste kommt da so ein kleine buchse rein. Bestellnummer: 2352031240 bei mir ist das bildtafel 4. was kann passieren, wenn ich das teil nicht eingebaut habe??

Gruß René

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Paul R 35
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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen

Beitrag von Paul R 35 » 2. Juli 2007, 16:18

René hat geschrieben:Hallo!

laut der ersatzteilliste kommt da so ein kleine buchse rein. Bestellnummer: 2352031240 bei mir ist das bildtafel 4. was kann passieren, wenn ich das teil nicht eingebaut habe??

Gruß René
Ohne diese Gleitbuchse hat die Eingangswelle des Getriebes vorne keinen Halt. Erstens wird die Kupplung nicht (oder nicht richtig) funktinieren, zweitens ist das Kugellager der Eingangswelle schnell im Eimer.

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Beitrag von emw-ute » 3. Juli 2007, 17:22

Richtig.

Auch wichtig: einen ähnlichen Effekt hat man natürlich auch bei einer zwar vorhandenen, jedoch völlig verschlissenen (ausgeleierten) Buchse.

Meist wird dieses Teil im Rahmen einer Restaurierung "vergessen" :sad:


k.
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Beitrag von standgas » 3. Juli 2007, 22:05

Vergessen (beim Einbau), kann man das Teil (Ölloslager) eigentlich nicht, denn es sitz fest in der Kurbelwelle. Bei einer Kurbelwellenregenerierung sollte das Teil eigentlich mit gewechselt sein, oder.
Bei Verschleiß bohre ich das Teil aus und setze (gleich) ein Neues aus Rotguss (gut gefettet) ein. Sollte eigentlich aus Sintereisen sein, habe aber kein Material. Mal sehen wie es hält.
Wenn das Teil wirklich fehlen sollte, merkt man das eigentlich beim Zusammenbau der Kupplung. Das Zentrieren der Kupplungsscheibe funktioniert dann nicht so richtig und beim Anflanschen des Getriebes gibt es bestimmt Probleme?
Falls trotzdem das Lager fehlen bzw. verschlissen sein sollte, folgende Auswirkungen.
- Vibrationen wegen nicht zentrisch sitzender Kupplung
- Verschleiß des Eingangswellenlagers
- Verschleiß der Führungsbuchse (vorn) der Abtriebswelle

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Beitrag von emw-ute » 4. Juli 2007, 06:03

standgas hat geschrieben:Vergessen (beim Einbau), kann man das Teil (Ölloslager) eigentlich nicht, denn es sitz fest in der Kurbelwelle. Bei einer Kurbelwellenregenerierung sollte das Teil eigentlich mit gewechselt sein

Das "Vergessen" war ja auch ironisch :mrgreen: gemeint, für schlampige Arbeit (schon gesehen, bei "überholten" KW, dass dort immer noch das zwar sauber gestrahlte, aber völlig ausgenudelte Altteil saß :nono: )...

k.
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Beitrag von René » 4. Juli 2007, 17:57

also, wir haben hier drei motoren, wo dieses teil fehlt. bei einer regenerierten welle sollte eigentlich ein neues eingepresst worden sein, lt. meinem kurbelwellenheini. man dürfte es auch beim einbau des getriebes merken, ohne dieses lager dürfte es meiner meinung nach ziemlich easy sein das getriebe zu verbauen. ich muß immer ziemlich fummeln, und am kardanmitnehmer drehen, so dass es genau flutscht.
:mrgreen:

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Beitrag von standgas » 4. Juli 2007, 21:35

Hallo Rene,
noch mal die Sache aus meiner Sicht.
Beim Zusammenbau der Kupplung musst Du die Kupplungsscheibe zentrieren. Entweder mit einer Getriebeeingangswelle oder einer Führung. Ich habe mir Eine gedreht. Dabei merkt man ein fehlendes Lager. Wenn nicht, sitzt die Kupplungsscheibe 4mm außer Mitte, ohne Zentrierung wahrscheinlich noch mehr. Und das wiederum macht eben Probleme bei der Getriebemontage.
Aber alles nur Theorie, wenn Du nicht sicher bist helfen keine gut gemeinten Fachsimpeleien sonder nur eins, Getriebe ab und prüfen.

gruß standgas
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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von Speedy24 » 19. September 2018, 20:34

Ich grabe diesen Thread mal aus, passt thematisch hier am besten.

Dass an dieser Stelle Sintermetallbuchsen vorgesehen sind ist ja bekannt, aber wie sind eure Erfahrungen mit Ölloslagern aus Rotguss? In meiner überholten KW ist eins aus Rotguss, bei diversen Online-Händlern werden KWs im "Austausch" auch mit Rotgussbuchsen geliefert sowie Rotgussbuchsen einzeln verkauft - heißt ja nicht unbedingt, dass es auch richtig ist.

Welches Lagerspiel sollte die Paarung aus Eingangswelle / Ölloslager haben?


Viele Grüße!
Alex
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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von Stefan1957 » 20. September 2018, 21:25

Bei mir war der Zapfen der Antriebswelle durch Rost pockig so dass ich ihn überdreht habe. Dementsprechend habe ich das Händlerlager auf 0,03 mm Spiel ausgedreht. Nach dem Einpressen waren noch 0,02 mm übrig,
Sinterbuchsen reizen schon. Ich habe keine Katalogware von einem italienischen Hersteller gefunden. Der hatte aber ein baugleiches Anlasserritzel für Bosch; die werden für Guzzi nur als Bückware auf dem Markt gehandelt. Ich brauchte es für Sanglas 500.
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von standgas » 21. September 2018, 22:56

Hallo Speedy24,
meine Erfahrungen sind positiv.
Allerdings fahre ich nicht besonders viel. Ich achte auch darauf, das Ölloslager nicht besonders viel zu belasten. Heißt im Stand Gang raus.
Mach das Spiel nicht zu klein. Wenn die Verbindung fest geht ist „Schluss mit Lustig“.
Ich denke 1/10mm vor dem Einpressen ist OK. Leider kann ich Innendurchmesser nicht so genau messen.
Gruß standgas
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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von Speedy24 » 22. September 2018, 11:29

Vielen Dank, standgas! Die Bohrung dann mit Mehrzweckfett mit MoS2 komplett vollmachen?
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Re: Ölloslager für hinteren Kurbelzapfen °

Beitrag von trybear » 22. September 2018, 16:33

Moin,

die Bosch-Anlasser-Lagerbuchse gibts bei BMW noch :
https://www.realoem.com/bmw/de/showpart ... 2411352527

Sie hat 14mm außen und 12 mm innen und ist aus Sintermetall.

Buchse würde ich nicht mit MoS2-Fett vollfüllen, das fliegt Dir nur zwischen Motor und Getriebe rum und u.U. in die Kupplung. Leicht einstreichen sollte reichen.

Gruß
nüchtern betrachtet war besoffen besser..... ;-)

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