Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

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Schneider
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Beitrag von Schneider » 20. Dezember 2003, 10:19

Hallo,

ich habe schon mal die erforderlichen Büchsenmaße vom Getriebe und von der Nockenwelle aufgenomen beim Anfertigen.
Steht momentan alles auf Schmierzetteln, wenn ich mal Zeit habe, bereite ich das Material auf.
Stellenweise muß aber mit der Büchsenlänge Axialspiel eingestellt werden (Z. Bsp. vordere Nockenwellenbüchse ; Büchse in der Getriebe- Kupplungswelle). Also ist dort Nacharbeit erforderlich.

Ach so, wenn jemand Übermaß- Ventilführungen haben will, die gibt es bei mir für EUR 5,- / Stück. Material Feingußeisen, außen 13,07 mm , also für mit einer H8 - 13mm Reibahle aufgearbeiteten Sitz. (Originalbohrung um 12,75 mm) Mit Anschlagsbund 13,04mm.
Sammelbestellungen erwünscht, ab 10 Stück lege ich eine Serie auf.

Frohe Weihnacht, U. Schneider

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Beitrag von Schneider » 20. Dezember 2003, 10:26

Ach so, die Kurbelwellenbüchsen auf der Schwungscheibenseite:

Eine ordentliche Regenerierfirma setzt dort selbstverständlich eine neue ein !

Meine hat das wie folgt gelöst : Das Sintereisen wurde nicht entfernt, sondern nur ausgedreht und eine etwas kleinere Bronzebüchse in das Sintereisen eingesetzt. Das hat den Vorteil, daß das verbliebene Sintereisen weiterhin als Schmierstoffspeicher fungieren kann. Sehr empfehlenswert diese Lösung !

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Beitrag von Gobi » 20. Dezember 2003, 12:52

Also ich hätte schon Interesse, obwohl ich ans Getriebe erstmal nicht ran will- Feingußeisen??? Habe ich nie von gehört- das ist bewährt?
Die Liste wäre auf alle Fälle prima!
Wenn du tot bist, dann bist du lange Zeit tot.
Burt Munro

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Beitrag von Schneider » 21. Dezember 2003, 12:21

Also Gußeisen mit sehr feiner Struktur ist wegen der Kohlenstofeinlagerung (Notlauf) das klassische und bewährte Ventilführungsmaterial, welches auch heute noch im Motorenbau insbesondere bei größeren Motoren verwendet wird.

Bei der EMW waren die Vetilführungen ab Werk auch aus Gußeisen. Alle Köpfe, welche Sondermessing als Ventilführung haben, wurden höchstwahrscheinlich nachgearbeitet. Es ist aber auch nicht auszuschließen, daß bei späten Motoren doch Messing eingebaut wurde. Wer weiß etwas dazu ?

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Re: Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

Beitrag von Wolfram » 15. Januar 2019, 13:04

Hallo
also soweit ich gelesen habe ist für das Ölloslager im Moment kein vernünftiger Ersatz zu bekommen.
Habe hier etwas gefunden. Als "Betonmensch" kann ich das aber nicht deuten, da brauche ich Hilfe von den
"Metallern".
OK Sintereisen ist 1. Wahl.? das findet sich nicht in 12x20 mm
Meine Anfrage zur Sonderanfertigung läuft.
Was ist alternativ mit Sinterbronze ? Die müssten passen. Und der Preis!
Bitte mal schauen bei Sintershop.
Links kann man ein Datenblatt aufrufen.
Währe doch gelacht wenn wir unserem Martchen das Kreischen bei Kupplung ziehen,
nicht abgewöhnen können.
Gruß Wolfram
Fahre R 35-3 Schraube am 340-2

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Re: Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

Beitrag von Schneider » 15. Januar 2019, 15:10

War bei mir auch so, die Buchse war einfach ausgeschlagen. Ich habe nicht viel Federlesen gemacht und habe mir eine neue aus Rotguß (Bleibronze) gedreht. Bleibronze hat Notlaufeifgenschaften. Kunststoff ist zu weich und hält vor allem die Hitze der Kurbelwelle nicht aus. Die Buchse aus Bleibronze hat sich bisher bewährt. Die Bohrung nicht zu eng machen, in den Dolomiten bei kilometerlanger Fahrt mit dem 2. Gang (hohe Differenzdrehzahl) wollte sie mal wegen Überhitzung fest gehen, nach Abkühlung ist das nie wieder aufgetreten. Die Lagerpassung hat sich da wohl Luft gemacht.

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Re: Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

Beitrag von Schwarzarbeiter » 15. Januar 2019, 17:19

Hallo,
eine Differenzdrehzahl hast Du an der Stelle des Ölloslagers in der KW selbst bei kilometerlanger Fahrt, egal in welchem Gang, niemals. Die Getriebeeingangswelle läuft dann immer mit Kurbelwellendrehzahl mit. Eine Differenzdrehzahl tritt nur beim regulären Auskuppeln (oder irregulär bei durchrutschender Kupplung) auf.
Insofern mag vielleicht die schlechtere Kühlung durch fehlenden Fahrtwind maßgeblich für Überhitzungstendenzen in der geschilderten Situation gewesen sein.

Gruß Schwarzarbeiter
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Re: Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

Beitrag von Schneider » 16. Januar 2019, 08:47

Meine Vermutung war, daß die Kupplungswelle aufgrund der hohen Differenzdrehzahl in der Getriebehauptwelle sich mehr als üblich erwärmt hat, sich ausgedehnt hat und dann in der möglicherweise etwas zu eng gdrehten Kurbelwellenbüchse geklemmt hat. Die Kupplung wollte nach langer Bergfahrt nicht mehr richtig trennen und hat dabei auch mal kurz gekreischt. Ist dann nach Abkühlung nie wieder vorgekommen. Habe auch nie demontiert und nachgeschaut. Ich hatte die die Spielpassung wirklich etwas eng gemacht und den alten Merksatz mißachtet:
"Was Luft hat geht nicht fest".

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Re: Neue Kurbelwelle und hääää (Ölloslager) °

Beitrag von Schwarzarbeiter » 16. Januar 2019, 10:52

Hallo,
Jetzt ist alles klar. Dann war das nur etwas mißverständlich ausgedrückt. Vorher ging es ja immer nur um besagtes Ölloslager, so dass ich Deine Anmerkung bezüglich Differenzdrehzahl auch darauf bezog.

Gruß Schwarzarbeiter
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