Kupplungsdruckplatte

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Schwarzarbeiter » 23. März 2019, 23:19

Hallo,
eine Spiralfeder sitzt im Bereich des Ausrücklagers nur dort, getriebeseitig. Sie sorgt dafür, dass bei Nichbetätigung der Kupplung das Ausrücklager wieder entlastet wird und der Kupplungshebel in seine ursprüngliche Position zurückkehrt. Meinst Du diese Feder, die Du auf der Zeichnung gesehen hast?

Bild

Geräuschanalyse ohne Geräusch und nur von der Beschreibung her ist immer schwierig. Könntest Du vielleicht ein Video machen, das z.B. bei youtube einstellen und den link hier posten?

Gruß Schwarzarbeiter
aktuell in Erholungsurlaub von diesem Eierlikör-Forum ...

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Ducki » 7. November 2021, 10:53

Hallo,

dieses Thema mit dem kreischenden Geräusch beim Auskuppeln ist ja nun schon ein paar Monde her.

Aber trotzdem, konnte dir Ursache dafür gefunden werden?

Danke und Gruß Ducki

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nafets
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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von nafets » 7. November 2021, 17:41

Hallo Ducki,
ich würd sagen, Du stellst Dich und gegebenenfalls Dein Motorrad erst mal vor.

Gruß
Stefan
wer später bremst ist länger schnell

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Ducki » 7. November 2021, 21:34

Ah ja, das geht natürlich auch :D
Bitte nehmt es mir nicht übel...... keine Ahnung wie der Einstieg hier erfolgt. Ich muss zugeben, die Regeln habe ich nicht gelesen :( , es kann also nur besser werden.

Alsoooooo
Ich bin Ducki, 44 Jahre alt und komme aus einer kleinen Ortschaft die zu Zossen (südlich von Berlin) gehört. Wir sagen immer, Berlin ist unser Speckgürtel.
In das Oldie Hobby bin ich irgendwie schleichend reingewachsen. Als jugendlicher war mein erstes Fortbewegungsmittel eine Simson. Simson und MZ fahren/schrauben hat mich seither begleitet. Dabei habe ich festgestellt, dass die Modelle immer älter wurden. Je älter die Mopeds, umso mehr Spaß hatte ich damit. Dann sollte es mal ein einzylindriges Charaktermodell sein. So ist es gekommen, dass ich seit einiger Zeit mit einer R4 Serie 5 unterwegs sein darf. Nach der Anschaffung hatte ich zu Hause einige Tage nur Bild und kein Ton, war auch mal schön, meine bessere Hälfte hat sich aber natürlich wieder beruhigt.
Und wie sollte es anders sein, gab es auch an der R4 immer mal wieder ein paaar Kleinigkeiten zu tun. Hier im Forum lese ich seit längerem mit und konnte schon einige nützliche Tipps und Tricks rauslesen.

So, das solls gewesen sein mit der Vorstellung.

Nun habe ich beim Auskuppeln auch dieses Kreischen/Quitschen (Anfahren 1. Gang), klingt nach metallischen Rebereien! Da die Kupplung sonst aber sauber trennt, nicht rutscht, ruckelt, stinkt oder sonst irgendwas, hat mich der Übeltäter aus dem alten Thema interessiert. Eventuell das Ausrücklager........!?!?
Ich habe jetzt noch nichts zerlegt, ausgebaut, nachgeschaut. Der Winter steht ja gerade an.

Für jede Idee oder jeden Erfahrungswert bedanke ich mich schonmal vorab. Werde mir das dann alles mal ganz in Ruhe mit ner Flasche Bier und Musikgedudel nsehen.

Beste Grüße Ducki

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 9. November 2021, 11:13

Hallo Ducki,
das Ausrücklager kannst du durch die seitliche Öffnung rechts am Getriebe mit etwas Fett aus der Presse beglücken. Vorausgesetzt, dass der verlängerte Schmiernippel richtig steht.
Aber wenn das Lager quietschen sollte, wird es wohl vor Trockenheit schon den Geist aufgegeben haben?

VG Frank

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Ducki » 9. November 2021, 19:41

Hallo Frank,
dann werde ich zu gegebener Zeit dort mal genauer nachschauen. Ich bin ja beruhigt, dass Du auch in diese Richtung vermutest.
Ein Schmiernippel ist nicht vorhanden oder ist verstellt, das ist mir schon aufgefallen als ich alle Schmierpunkte abgefettet habe.
Wenn ich was gefunden habe, melde ich mich nochmal.

Vielen Dank für Deine Einschätzung!

Gruß Ducki

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 10. November 2021, 11:09

Hallo Ducki,
das war jetzt meinerseits nicht unbedingt eine Vermutung, sondern lediglich eine Reaktion auf deine Vermutung mit dem Ausrücklager.
Aber wenn da schon mal kein Schmiernippel dran sein sollte (das Röhrchen zur Verlängerung ist nicht das stabilste), lässt dies vermuten, dass das Lager seit der letzten Gertriebemontage (in welchem Jahrhundert die auch immer war) kein frisches Fett mehr gesehen hat.
Aber selbst altes Fett neigt nicht zum Quietschen. Es könnte weit schlimmer sein, also dass sich das Lager schon zerlegt hat.
Aber rein theoretisch da mal nachzuschauen ist kein Hit. Ich habe spassenshalber vor zwei Tagen mal auf die Uhr geschaut: die Kupplungsdruckplatte lag nach ca. 30 min. in aller Ruhe neben dem Mopped.
Akku aus Getriebebox nehmen, Hinterrad ausbauen, Klemmung HiRaFe rechts lösen, Kardanmitnehmer vom Dämpfer abdrücken, Getriebe ziehen, Kupplungsdruckfedern ausbauen (kleiner Schlagschrauber hilfreich)- fertig die Laube. Die Druckplatte muss da auch nicht mal zwingend raus, um das Lager zu prüfen.
Nerviger, also sprich Geduldspiel, ist das Wiederansetzen des Getriebes. Mit eingelegtem Gang die Hauptwelle drehen, aber bis das endlich mal geschnäbelt hat .... Hauptproblem scheint mir mir da die Zentrierung der Kupplungsscheibe zu sein, die sich, wenn ich gerade so drüber nachdenke, mit einer losen Getriebehauptwelle (insofern verfügbar) sicher einfacher "vor"-zentrieren ließe. Vielleicht geht dies mit einem passenden Dorn auch.
Aber da mache ich gerade ein neues Thema auf :banane:
VG Frank

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Stefan1957 » 10. November 2021, 16:33

Hi Frank,
das hast Du kurz und bündig beschrieben :danke:
Nicht alle Federn komplett lösen. Jede Kupplungsschraube muss nach dem Lösen mit der jeweiligen Feder gleich über die Haltebohrung entfernt werden sonst verklemmt sich der Rest zwischen der Schwungscheibe und Motorgehäuse. Ist mir beim ersten Mal passiert.
Als Zentrierdorn reicht ein passender Durchmesser der Keilverzahnung sowie eine konische Spitze um in der Messing-Pilotlager die Kupplung auszurichten. Zur Not geht auch ein Holzstiel :prost:
es grüßt mit öligen Fingern, Stefan aus dem Bottwartal

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 10. November 2021, 16:40

Hallo Stefan,
ja, irgendwie habe ich mir das mit der Zentrierung so vorgestellt :hüpf:
selbstredend muss jede Schraube mit Feder sofort nach dem Lösen komplett raus, weil die ansonsten beim Weiterdrehen der Kupplungsscheibe im Gehäuse blockieren. Dann hast du echt den Salat :prost:
Ohne Gegenhalten durch die Öffnung im Motorgehäuse geht es in der Regel auch nicht, da merkt man spätestens beim Drehen zur zweiten Schraube, dass etwas nicht funzt.
Im Übrigen war mir eine originale Schraube beim Lösen abgerissen. Kein Problem dachte ich, hast ja noch eine Nachbauschraube zu liegen. Die habe ich dann beim Einbau gekillt, mit der Hand, Qualität ...., muss mal schauen ob ich die Rechnung noch finde, um zu schauen woher die kam. Hab mir als Reserve bei eBay einen Satz originale besorgt. Man weiss ja nie.

Aber zu Ducki: wir sind etwa 75 km voneinander entfernt. Wenn du Hilfe brauchst und du deinen Bock verladen kannst - komm einfach rum.

VG Frank

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Ducki » 10. November 2021, 18:13

Mensch, Ihr seid ja fetzig.
Vielen Dank für die ausgührliche Ausbauanleitung und Dein Angebot vor Ort.
Sollte ich mich an irgendeinem Punkt aufhängen, komme ich sehr gern darauf zurück.

Gruß Ducki

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 10. November 2021, 18:48

Ducki,
bei der HiRaFe auch aufpassen. Der Kardan bei meinem aktuellen Neuaufbau neigte dazu, beim Lösen selbständig etwas nach unten zu rutschen, nicht viel, aber so, dass die obere Stoßdämpferhülse klapperte.
Als ich nach dem Getriebeeinbau den Kardanmitnehmer wieder im Dämpfer hatte, habe ich das Tragrohr der HiRaFe etwas nach unten raus gedrückt. Danach das ganze von unten her über die Stoßdämpferschraube mit einem Motorradheber vorsichtig wieder nach oben gedrückt und dabei das obere Klemmstück vom Rahmen etwas aufgespreizt, so dass der Federhalter sauber ohne anzuecken (davon hat er ja einige, sprich 8) komplett ins Klemmstück geschoben werden konnte. Die Radachse sollte auch per Hand weitgehend einschiebbar sein, dann fluchtet auch alles.
VG Frank

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von Ducki » 10. November 2021, 18:56

Ich hab Starrahmen :D , also eine Hürde weniger :rollo:

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von duesenberg » 11. November 2021, 09:23

Oder auch nicht. Fast immer mußt Du zum Ausbau des Kardans den hinteren Kotflügel ausbauen. Das geht aber auch relativ fix.
Zum Anhalten des Rades stelle man das Gas ab und ziehe den Kupplungshebel, wodurch das Rad langsam zum Stehen kommt.

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 11. November 2021, 12:28

das Hinterrad geht wegen des einteiligen Kotflügels eh nicht so einfach raus. Man muss da die Maschine schon recht hoch heben, um das ausfädeln zu können.
Hinter dem Getriebe hat man beim Starrrahmen auch recht wenig Luft, weit weniger als bei der 3er EMW, so dass der Kotflügel schon im Interesse der Lackschäden abgebaut werden sollte.
Also, die Probleme/Hürden sind beim Starrrahmen scho a bissle größer, wenn´s ans Getriebe geht :prost:

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Re: Kupplungsdruckplatte

Beitrag von LoneEagle » 12. November 2021, 09:07

Ein Punkt beim Abnehmen des einteiligen Kotflügels ist dann ja auch noch zu beachten: Elektrik!
Die Kabel für´s Rücklicht laufen beim Starrrahmen im Rahmen zur linken Kotflügelstrebe, in dieser innen in den Kotfllügel und weiter zum Rücklicht. Man könnte sicher hinten im Rahmen und in der Strebe das Kabel aus den Klammern nehmen, um den Koti etwas beiseite stellen zu können, im Interesse der Arbeitsfreiheit sollte die Elektrik doch komplett ausgefädelt werden.
Ein Thema, das die 3er wegen des Klappstückes auch nicht hat.

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