Luftfilter/ Motorentlüftung °

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Luftfilter/ Motorentlüftung °

Beitrag von Gobi » 11. Dezember 2002, 14:28

Ich habe mir mal den Spaß erlaubt meinen Luftfilter nachdem er schon gereinigt war zu zerlegen.
Dazu habe ich die Hatrlotstellen auf der Vergaserseite mit dem Dremel vorsichtig aufgeschnitten.
Im Inneren befinden sich nochmal 4 Streckgittereinsätze und wenn man die rausnimmt nochmals ungeheuere Mengen an Sand und Dreck zwischen den Lagen!
In "Besser Machen" steht dazu zu lesen:
Das klassische Naß- Luftfilter, das körnchenweise den Dreck sammelt und ihn dann teelöffelweise zusammengeklebt in den Motor entläßt, wenn man nicht sehr häufig auswäscht, trocknen läßt und neu ölt.
Deshalb habe ich das ganze Teil auch weich zusammengelötet, da mit man es bei Gelegenheit mal wieder problemlos zerlegen kan.

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Beitrag von Gobi » 13. Mai 2003, 21:38

Spricht eigentlich was dagegen dort einen käuflichen Papier Filter einzusetzen? Man könnte die drei Lagen Streckgitter rausschmeißen und Öl bräuchte dann doch auch keins mehr vom Zylinderkopf kommen.
Höre ich Wiederspruch?
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Beitrag von Daniel Dorn » 13. Mai 2003, 22:30

JA.

Weil die Luftfilter funktionieren schon 50 Jahre so und bei weiterer Pflege, nochmal 50 Jahre. Dazu kommt das du dann die Motorentlüftung enfernen möchtest. Das wäre dumm. Da die Öffnung nicht für die Schmierung des Luftfilters sondern für die Entlüftung da ist. So, jetzt verbaust du einen Papierluftfilter und nach einer etwas schnelleren Fahrt, ist dein ganzes Papier schwarz...... Prima!!!! Deswegen wurde dieser Metall-Naßfilter verbaut und nicht so´n Bügeleisen wie an der MZ RT 125. Das war halt damals die beste Kompromisslösung. Das mit der Entlüftung in den Luftfilter ist heute immer noch so. Schaumal in dein Auto.

Gruß Daniel

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Beitrag von Gobi » 13. Mai 2003, 23:14

Ah, o.k. als Entlüftung hatte ich das garnicht verstanden.....
Warum kam dann die BMW ohne aus? Ich muß so doof nachfragen, weil ich davon nichts weiß.
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Beitrag von Andrebiker » 14. Mai 2003, 06:02

Bei der BMW R35, der R 35/2 und der R35/3 bis einschließlich Nr. 235999 hast Du als Entlüfterrohr ein zweimal gebogenes Metallrohr zwischen den beiden Stoßstangenhüllrohren eingesetzt, das mit einem im Motorgehäuse eingegossenen Kanal verbunden ist, der vor der Schwungscheibe ins Freie mündet. Ab Nr. 236000 geht die Entlüftung in den Luftfilter, mit den Ergebnissen, daß durch das Öl in der Entlüfterluft der Ölfilm dort ständig erneuert wird, das Öl quasi als Obenschmierung mit angesaugt wird und daß bei einem ausgeleierten Zylinder nach der Fahrt das Hinterradschutzblech verölt ist. Guck Dir mal die Bilder in der BA an; da hast Du das dargestellt, oder guck mal in den Werkzeugkasten, da siehst Du den Kanal.
Wenn bei einer Maschine mit der alten Entlüftung übrigens mal ein Öltropfen unter dem Motor bzw. das Motorgehäuse kupplungsseitig verolt ist, ist wahrscheinlich nichts undicht, sondern das kommt aus der Entlüftung!
Die früheren Viertaktmotorräder hatten die Entlüftung meist ins Freie, siehe alte BMWs oder einfach die AWO. Bei moderneren Motoren geht´s HINTER den Papierluftfilter, sicher auch wegen der Umwelt. Dazwischen ist allerdings meist ein Beruhigungsraum, damit der Motor beim Gasaufreißen nicht den ganzen Ölnebel ansaugt und einen erhöhten Ölverbrauch hat.
Also laß die Finger von dem Papier dort drin, das ist bald zu, und wo bleibt denn das schöne Ansauggeräusch?
Noch ältere Motoren haben übrigens gar keinen Luftfilter; das ging auch, und damals gab´s mehr staubige Feld- und Schotterwege als Straßen...

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Beitrag von Daniel Dorn » 14. Mai 2003, 06:59

Jawoll, da hst du deine Antwort.

Wahnsinn´s Text!

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Luftfilter EMW-BMW

Beitrag von emwr35 » 14. Mai 2003, 07:19

Habe leider noch keinen BMW r35 Motor auseinander gehabt. Man hat mir aber mal erzählt das beim BMW-Motor eine Bohrung in der Nockenwelle (Loch oder Kanal) ist, die Bohrung steuert die Motorentlüftung? :?: Habe noch einen Motor (BMW-Form) der aber einen EMW-Zylinderkopf drauf hat. Ist auch schon mal gelaufen und die Entlüftung über den Luftfilter hat eigentlich auch hingehauen. :)

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Beitrag von Andrebiker » 14. Mai 2003, 07:41

Die Bohrung in der Nockenwelle bei allen R 35 ist ein Drehschieber für die Motorentlüftung; die ölhaltige Luft macht dort durch und im Hüllrohr der Einlaßstoßstange hoch in den Zylinderkopfdeckel. Von dort aus geht´s ins Freie; ob nun über das alte Entlüfterrohr an der Kupplungsseite oder über das neue in den Luftfilter, ist der Luft egal.
Von der Sache her kannst Du natürlich einen moderneren Kopf auf das alte Gehäuse setzen, wenn Du keine anderen Teile hast; es ist aber halt zu sehen.
Du kannst auch auf den alten Kopf den moderneren Deckel setzen und hast dann 2 Entlüfterrohre. Das ist alles eine Frage Deiner vorhandenen Teile bzw. von Angebot und Preis und wie perfekt und original Deine Maschine ihrem Einsatzzweck entsprechend sein soll.

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Beitrag von Takin Treiber » 14. Mai 2003, 17:48

Ja, aber... !
Der Andrebiker hat schon erstmal recht mit der Enlüftung und der Musike.
Andererseits hängt die Lebensdauer des Kolbens auch an der Sauberkeit der Luft, und die Fähigkeiten des alten Drecksammlers sind da sehr bescheiden. Nur wenn der regelmäßig gesäubert wird kann er neuen Dreck aus der Luft filtern, nur vom ständigen Ölnebel wird er jedenfalls keinen deut sauberer und aufnahmefähiger. Und regelmäßig Luftfilter auswaschen klassisch in Fahr-Benzin ist ziemlich ekelig.
Ich kann also jeden verstehen, der eine andere Lösung sucht.

Bei Rennmotoren war und ist es auch üblich, die Entlüftung gesondert in einem Behälter zu sammeln und regelmäßig da Öl zu entlehren !

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Luftfilter

Beitrag von emwr35 » 14. Mai 2003, 19:34

Mein ich doch als ich meine Nockenwelle draußen hatte, daß da ein Loch drin war. Der BMW-Block mit EMW Kopf war schon so und lief vorher wohl in einem Trecker oder Lastendreirad. Da an der Kardanwelle rumgebrutzelt wurde.

Nun zum Luftfilter. Könnte man nicht zwei Gewindestangen oder längere Schrauben so am vorderen Blech vom Luftfilter befestigen. Im hinteren Blech dann zwei Löcher bohren. Der Luftfilter wird dann von den beiden Schrauben zusammen gehalten. Klar zu sehen wäre das. Aber man hat den Luftfilter dann schneller auseinander. Selbstsicherden Muttern wären hier bestimmt nicht fehl am Platz. ;-)

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Beitrag von Andrebiker » 15. Mai 2003, 06:20

Ja, richtig, vom Ölnebel wird der Luftfilter nicht sauberer und aufnahmefähiger und die Kolbenlebensdauer hängt vom Dreck ab. Aber was spricht denn gegen das Auswaschen des Luftfilters in Benzin? Und in den paar Kilometern pro Jahr auf der EMW wird der Kolben nicht gleich hinüber sein, wenn er ein wenig mehr Staub ansaugen muß. Denn wer fährt denn die EMW noch täglich? Dazu ist sie zu schade und man hat ein Auto und/oder einen Japaner. Der hat zwar weniger Charakter, hält aber länger und besitzt sogar außer dem Luft- noch einen Ölfilter!!! Toll, was?
Nein, aber im Ernst, heutzutage wird der alte Ofen doch wirklich nur überwiegend bei schönem Wetter wenige Tage im Jahr genutzt und stellt ein Stück kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut da. Und für die paar Tage ist es völlig nebensächlich, wie gut der Luftfilter filtert oder nicht. Da ist es wirklich wichtiger, so viele Teile wie möglich im Originalzustand zu präsentieren.
Sicher kann jeder mit seiner EMW machen, was er will; einen Luftfilter umbasteln oder einen Traktor daraus bauen. Aber heutzutage sollte man sich wirklich überlegen, ob man für seine - durchaus sinnvollen - Umbaumaßnahmen nicht besser ein anderes Objekt als einen Oldtimer nutzt.

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Beitrag von Gobi » 15. Mai 2003, 16:13

Andrebiker hat geschrieben: heutzutage wird der alte Ofen doch wirklich nur überwiegend bei schönem Wetter wenige Tage im Jahr genutzt
Na ja, in meiner navien Art stelle ich mir das eigentlich schon anders vor....... :lol:
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Beitrag von Paul R 35 » 15. Mai 2003, 21:05

Ein interessantes Thema. Bei mir ist die Entlüftung von BMW Art auf die EMW Art umgebaut, weil der Motor in Kasachstan mit dem originalen Luftfilter in einem Sommer fertig war, er hatte mehr Sand als Luft bekommen. Damals (in den sechzigern) hatte mein Vater einen Ölbadluftfilter (Eigenbau, weil wegen dem Handschalthebel nichts passte) montiert und bei der ersten Gelegenheit die Entlüftung umgebaut. Ein EMW Motor als Muster war da. Und nun habe ich den Motor vom Vater seiner Maschine drinn. Ich hatte auch immer das Problem mit veröltem Getriebe, aber da bei mir das Entlüftungsrohr im Ventildeckel verschraubt ist, habe ich von innen ein Blechschild montiert, dass den Ölnebel zrückhält.

Noch eine Geschichte zu diesem Thema. Ich hatte an meiner Maschine (in Kasachstan) auch einen Ölbadfilter dran, von einer Ish (ich hatte das Fußschaltgetriebe), er hat das Einsaugloch oben, der Abstand vom Tank zum Luftfilter ist in dem Fall ser klein. Nun hatte ich einen Arbeitskollegen der mir mächtig auf den Geist ging Er wollte immer mal die Maschine fahren, hatte aber keinen Führerschein, und da ich nicht mehr wusste wie ich ihn von meinem Motorrad fernhlten soll, habe ich eingewilligt. Die Maschine stand auf dem Ständer, er stieg drauf und ich stellte den Zündhebel af Früh bis zum Anschlag :twisted:. Nach dem ersten Tritt lief ihm das Öl an den Hosenschenkeln runter bis in die Schuhe. Von da an wollte er von mir nichts mehr.
Zuletzt geändert von Paul R 35 am 2. April 2004, 19:11, insgesamt 2-mal geändert.

Matthias
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Beitrag von Matthias » 4. August 2003, 16:31

Habe meinen zig-mal ausgewaschenen Luftfilter am Wochenende
auseinander genommen und mich derb erschrocken,was für ein
Dreck sich trotzdem dort noch tummelte.
So wie der Luftfilter aufgebaut ist und man davon ausgehen kann daß die Filter im Schnitt mindestens 40 Jahre im Gebrauch waren,
glaube ich nicht,daß man diese mit herkömmlichen Auswaschen sauber bekommt.
Ich habe an dem hinteren Deckel wie Gobi mit dem Dremel die Lötnähte aufgetrennt,die Lochbleche entfernt,alles gesäubert und anschließend an dem vorderen und hinteren Deckel je 2 Stck 3,2-er Löcher gebohrt,versenkt und mit 2 Distanzbolzen M3 65mm lang
und M3-Senkschrauben verbunden.Die Schrauben können noch zusätzlich mit Loctide 243 gesichert werden.
Man muß sich schon am Bike ganz schön verrenken ,um die Schrauben zu finden und wer es nicht weiß,wird sie auch nicht suchen.
Und den Filter kann ich jederzeit ordentlich sauber machen,auch wenn ich nicht 10000km und mehr im Jahr fahre,soll die Emme doch ordentlich Luft bekommen.

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Beitrag von Ipenfix » 2. April 2004, 14:13

Andrebiker hat geschrieben:Die Bohrung in der Nockenwelle bei allen R 35 ist ein Drehschieber für die Motorentlüftung; die ölhaltige Luft macht dort durch und im Hüllrohr der Einlaßstoßstange hoch in den Zylinderkopfdeckel. Von dort aus geht´s ins Freie; ob nun über das alte Entlüfterrohr an der Kupplungsseite oder über das neue in den Luftfilter, ist der Luft egal.
Von der Sache her kannst Du natürlich einen moderneren Kopf auf das alte Gehäuse setzen, wenn Du keine anderen Teile hast; es ist aber halt zu sehen.
Du kannst auch auf den alten Kopf den moderneren Deckel setzen und hast dann 2 Entlüfterrohre. Das ist alles eine Frage Deiner vorhandenen Teile bzw. von Angebot und Preis und wie perfekt und original Deine Maschine ihrem Einsatzzweck entsprechend sein soll.



Hallo andrebiker habe mal eine frage an dich und an andere
profis, hat schon mal jemand versucht die kopfentlüftung des alten bmw motors um-
zuleiten oder aufzufangen zb. ins getriebe damit man nicht die
hässlichen flecken auf dem flaster kriegt :think:
munter bleiben
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