Korrekter Umgang mit NC Akkus

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Beitrag von Gobi » 3. November 2008, 16:46

Warum sagt einem denn keiner das Kalilauge und Natronlauge das selbe sind!
Lade und enlade meine 2 Akkus zur zeit auch immer so nebenbei - der den ich bisher hatte bleibt relativ mies, aber der den ich neulich billig auf dem Flohmarkt erstanden habe, ist erstaunlich gut.

Beim Schlechten kann man eindeutig sehen, das die mittlere Zelle mies ist - sie stellt einen regelrechten Widerstand dar. Neue Lauge genauso wie laden/entladen haben daran nichts geändert.

Alerdings habe ich auch kein 2V Ladegerät, um auch die Zellen einzeln zu laden, das wäre die letzte Hoffnung
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Beitrag von Boger » 3. November 2008, 16:59

Hallo Gobi,

was brauche ich für ein Ladegerät für den NC Akku? Man soll ja kein Gerät nehmen, das auch für Bleibatterien verwendet wird. Reicht da was von der Stange, oder muss es was spezielles sein?

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Beitrag von SLAGDER » 3. November 2008, 17:31

Lacht nicht! Ich lade mit 12 V und einer 21W Lampe dazwischen. Geht richtig gut.Schon immer.

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Beitrag von Gobi » 3. November 2008, 17:45

Auf die Art habe ich schon versucht, auf 2 Volt für eine Zelle zu kommen.
Im Prinzip geht ein normales Ladegerät - allerdings kann man NC Akkus bis 8Volt laden . Die Idee mit der Lampe ist also garnicht doof !
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Beitrag von jump » 3. November 2008, 23:56

@ sladger: für welche spannung ist die 21w-birne?
6v oder 12 v? das ist nicht unwichtig da die birne ja nur als widerstand dient.

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Beitrag von SLAGDER » 4. November 2008, 07:10

Das ist eine 12 Volt Lampe. Die Spannung kannst du ja messen, den Ladestrom auch. Das 12 V Ladegerät kommt mit dieser Variante nicht ganz klar.


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Beitrag von Gobi » 17. Februar 2009, 00:44

hatten wir den Link schon? Hier ist noch mal gründlich beschrieben:
http://www.nsu-greifzu.de/html/schrauberseite.html

Ich lade und entlade meine 2 Akkus zur Zeit immer mal wieder und habe den Eindruck, es geht ihnen ganz gut - allerdings ist mir aufgefallen, das sie , wenn die 7,5V Ladespannung erreicht sind, anfangen feucht zu werden und zwar sowohl an den Schrauben als auch teilweise da wo der Deckel eingeklebt ist... die Sauerrei ist also vorprogramiert :(
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Beitrag von SLAGDER » 18. Februar 2009, 14:04

Ich habe gerade mal mit GAZ telefoniert. Der NiCd ist lieferbar und kostet 76,-€ zzgl Mwst. Das ist doch ok wenn er dann wieder 30 Jahre hält. Versand trocken ist möglich, gefüllt nur mit Spedition als GG-Transport ist recht teuer.

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Beitrag von Gobi » 21. März 2009, 09:41

Akkus sind für mich wirklich schwer zu verstehen...

Meine zwei Pflegekinder habe ich jetzt aufgegeben, sie schienen sich recht normal zu verhalten beim Laden und Entladen mit einem Birnchen, aber jetzt wo ich sie im Mopet hatte, reicht z.B. einmaliges Betätigen der Hupe (die damit noch nicht mal funktioniert) und die Sannung bricht sofort zusammen (auf 3V oder so)
Schade... :cry:
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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von Michael Przibilski » 17. Februar 2010, 19:48

Für eine Füllung nimmt man 66 gr. KOH und gießt da 234 gr. destiliertes Wasser drauf. Fertig ist die Mischung.

Einmal im Jahr sollte man die Batterie ausspülen und neu befüllen.

Gegen den Fraß am Kabel hilft eine Stahlseele oder eine Stahllasche.

Gel-Batterien gasen auch aus, aber nicht so doll. Man kann sie mit Wasser nachfüllen. Dann verlieren sie aber ihre Auslaufsicherheit.

Hier noch ein Tipp für die Bleiakkus:
Stellt Euch einen 10-Liter-Eimer vor. Neu passen da zehn Liter rein...

Mit jedem Laden, äh, mit Wasser befüllen, setzt sich am Rand etwas Sulfatschicht, äh, Kalkstein ab. Und je öfter nur halb befüllt wird und je öfter nicht täglich voll geladen wird umsomehr setzt sich ab! Nach drei Jahren hat der Eimer solch eine dicke Schicht drauf das nur noch 5 Liter reinpassen. Oder gar nichts mehr! Dann kauft man einen neuen Eimer...
Oder man nimmt einen Gummihammer und schlägt den Dreck einfach ab!

Das geschieht mit Euren Batterien, wenn sie kaum gefüttert und nicht voll geladen werden. Den Gummihammer laßt mal weg und nehmt ein Megapuls-Gerät! Mehrere tausend Ladezyklen pro Sekunde knacken die Sulfatierung und regenieren fast jede Batterie! Lebensdauer nachgewiesen dann bis zu 15 Jahre! Einfach ab und zu etwas Wasser nachfüllen - fertig. Wenn verschlammt, dann vorher einmal spülen und mit neuer Schwefelsäure (Wichte um 1,19) auffüllen.
Die Geräte kosten zwischen 50 und 80 Euro. Damit können auch Gel-Akkus geladen werden. Dadurch spart man sich die "Spezial-Ladegeräte" für Gel-Akkus....

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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von Andrebiker » 18. Februar 2010, 20:11

Michael Przibilski hat geschrieben:...nehmt ein Megapuls-Gerät! Mehrere tausend Ladezyklen pro Sekunde knacken die Sulfatierung und regenieren fast jede Batterie! Lebensdauer nachgewiesen dann bis zu 15 Jahre!...
Das halte ich für ein absolutes Gerücht und ordne Pulser bei Wundemitteln wie Rosenquarz ein :nein: !
M. W. nach gibt es keinen wissenschaftlich anerkannten Weg, um große Bleisulfat-Kristalle -das ist Sulfatierung -wieder in Blei oder Bleioxid zurück zu wandeln. Außerdem spielt es für Bleisulfat keine Rolle, ob man Ladeenergie als Impuls oder "normalen" Ladestrom zuführt. Also reicht auch das gewöhnliche Ladegerät, mit dem man die Batterie immer schön voll hält, damit sich gar nicht erst viel Sulfat bilden kann, locker aus ;-) .
Früher konnte man im Internet genau dies und noch vieles fundierte Wissen über Bleibatterien mehr bei http://www.microcharge.de nachlesen, kurioserweise steht grade das jetzt nicht mehr drin :nono: , oder ich hab´s einfach nicht mehr gefunden :? .
Gruß, André
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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von Tosch » 18. Februar 2010, 20:54

Das glaube ich auch. Und selbst wenn der Wunderlader das sulfatieren verhindert oder rückgängig macht, gehen die Akkus trotzdem nach 3, 4 Jahren durch die Vibrationen kaputt. Dafür lohnt sich dann die Anschaffung wohl nicht.

Gruß
Tosch
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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von jump » 19. Februar 2010, 08:23

ist zwar offtopic (es ging um nc akkus), aber lebensdauerverlängerung durch pulslader halte ich auch für ein märchen.
das einzig lebensverlängernde wäre bei der erstbefüllung eine reduktion der säuredichte auf 1,22g/cm³ und vermeidung von vibrationen und tiefentladung.

gruß jump

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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von Michael Przibilski » 19. Februar 2010, 09:54

Normale Lader kosten auch so um die 50.- Euro.

Und meine NC-Akkus haben zum Teil auch schon 40 Jahre auf dem Buckel. Zu DDR-Zeiten wurde noch auf Qualität geachtet, wie heute in Zwickau auch noch.

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Re: Korrekter Umgang mit NC Akkus

Beitrag von Andrebiker » 23. Februar 2010, 20:48

Das habe ich jetzt nicht ganz verstanden, Micha.
Michael Przibilski hat geschrieben:Normale Lader kosten auch so um die 50.- Euro...
Manchmal gibt es sowas mit etwas Glück auch günstiger. Bei Aldi gab es jetzt mal ein Ladegerät für 17 Euros, das vor ein paar Jahren von "Oldtimer-Praxis" eine sehr gute Testbewertung bekam, damals war´s aber noch um die 70 Eus :roll:
Michael Przibilski hat geschrieben:...meine NC-Akkus haben zum Teil auch schon 40 Jahre auf dem Buckel...
Ja sicher. Meiner ist ja auch schon 26 Jahre. Aber Du mußt mal zwischen NC-Und Bleiakkus unterscheiden. Toschs Bemerkung bezog sich auf die von Dir hier "off topic" angesprochenen Bleiakkus. Und da hat er mit 4 Jahren Lebensdauer einfach recht.
Michael Przibilski hat geschrieben:...Zu DDR-Zeiten wurde noch auf Qualität geachtet, wie heute in Zwickau auch noch...
Das will ich jetzt nicht diskutieren, ist auch "off topic". Allerdings möchte ich anmerken, daß damals zumindest noch Beiträge in Fachzeitschriften und Fachbüchern von Fachleuten verfaßt wurden ;-) .
Gruß, André
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